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lunes, 27 de agosto de 2012

«Entre les Bras» - Generationswechsel unter Köchen - Westdeutsche Zeitung

Zwei Meister am Herd: Michel Bras und sein Sohn Sébastien. Foto: Mindjazz Großbild dpa

Zwei Meister am Herd: Michel Bras und sein Sohn Sébastien. Foto: Mindjazz

Berlin (dpa) - Kochlöffel-Übergabe in der Haute Cuisine: Im Jahr 2009 beschließt Küchenchef Michel Bras, verantwortlich für ein mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnetes Restaurant im Südwesten Frankreichs, in den Ruhestand zu gehen.

Geführt wird das auf einem Hochplateau gelegene Lokal ab sofort von Sohn Sébastien. 15 Jahre hatte dieser zuvor bei seinem Vater gelernt. Paul Lacoste berichtet in seiner Dokumentation nicht nur von einer besonderen, seit drei Generationen der Spitzengastronomie verschriebenen Familie. Der Regisseur blickt auch hinter die Kulissen eines weltbekannten Restaurants.

Entre les Bras - 3 Sterne. 2 Generationen. 1 Küche, Frankreich 2011, 90 Min., FSK ab 0, von Paul Lacoste

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Philipp Poisel will Kinderalbum machen - Westdeutsche Zeitung

Großbild dpa

Der Musiker Philipp Poisel wurde von Herbert Grönemeyer entdeckt und steht bei seinem Label «Grönland» unter Vertrag. Foto: Achim Scheidemann

„360“ von Fernando Meirelles: Globales Sittengemälde - Westdeutsche Zeitung

Fernando Meirelles entwirft in „360“ ein Panorama der großen Gefühle.

Der deutsche Kollege (Moritz Bleibtreu, l.) erpresst Michael (Jude Law). Großbild PROKINO

Der deutsche Kollege (Moritz Bleibtreu, l.) erpresst Michael (Jude Law).

Düsseldorf. Das Leben ist eine Weggabelung. Ob man sich für die eine oder die andere Richtung entscheidet, verändert alles. Wenn Michael Daly (Jude Law) in Wien zuerst zur Hotelbar geblickt hätte, wäre er wie verabredet auf die slowakische Prostituierte (Lucia Siposová) zugesteuert und hätte seine Frau (Rachel Weisz) betrogen.

Entscheidungen fallen zwischen Zufällen und persönlicher Moral

Aber er schaut zur Hotellobby, und da steht sein deutscher Geschäftspartner (Moritz Bleibtreu). Für ihn lässt er sein erstes Date mit der käuflichen Liebe platzen. Es sind die Entscheidungen, die zwischen den Zufällen des Alltags und der persönlichen Moral gefällt werden, die der brasilianische Regisseur Fernando Meirelles („City of God“) in „360“ recht frei nach Arthur Schnitzlers „Reigen“ verhandelt.

Michaels Frau trennt sich derweil von ihrem brasilianischen Lover, dessen betrogene Freundin enttäuscht abreist. Während des Flugs trifft sie einen älteren Mann (Anthony Hopkins), der auf der Suche nach seiner verschollenen Tochter ist, und auf den gerade entlassenen Sexualstraftäter Tyler (Ben Foster).

So geht die Reise weiter: Paris, London, Bratislava, Rio und Phoenix. Die Konsequenzen des persönlichen Handelns reichen in der globalisierten Gesellschaft weit. Aber auch wenn Meirelles die Schicksale elegant verwebt, lässt einen dieser Reigen am Ende lediglich ermattet zurück.

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LaToya Jackson bekommt eigene Reality-Show - Westdeutsche Zeitung

LaToya Jackson macht Fernsehen. Foto: Achim Scheidemann Großbild dpa

LaToya Jackson macht Fernsehen. Foto: Achim Scheidemann

New York (dpa) - LaToya Jackson (56) bekommt ihre eigene Reality-Show: «Life With La Toya» soll sich um Familie, Freunde und Karriere der Schwester von Popstar Michael Jackson drehen, wie das US-Filmfachblatt «The Hollywood Reporter» berichtete.

Die Serie wird auf dem Kanal OWN von Talk-Diva Oprah Winfrey (58) ausgestrahlt und ist für das kommende Jahr geplant.

Die Sängerin LaToya Jackson ist nicht die Einzige in der Familie mit einer eigenen Show, auch einige ihrer Brüder waren bereits in dem Reality-Format «The Jacksons: A Family Dynasty» porträtiert worden.

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Halbzeit beim Filmfestival Locarno - Westdeutsche Zeitung

Festivalpräsident Marco Solari freut sich auf die 65. Filmfestspiele Locarno. Foto: Urs Flueeler Großbild dpa, Bild 1 von 2

Festivalpräsident Marco Solari freut sich auf die 65. Filmfestspiele Locarno. Foto: Urs Flueeler

Locarno (dpa) - Das 65. Internationale Filmfestival von Locarno glänzt mit einem starken Filmangebot und vielen Stars, wie Alain Delon, Ornella Muti oder Alexandra Maria Lara.

Im internationalen Wettbewerb von 19 Spiel- und Dokumentarfilmen gilt zur Halbzeit bei vielen Festivalbesuchern die englisch-deutsch-australische Koproduktion «Berberian Sound Studio» als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für den Hauptpreis, den Goldenen Leoparden.

Der britische Regisseur Peter Strickland erzählt die Geschichte eines Toningenieurs, der an einem Horrorfilm mitarbeitet. Ihn spielt der 2006 durch die Verkörperung von Truman Capote in «Infamous» (USA) bekanntgewordene Londoner Bühnenstar Toby Jones. Das Drama des Mannes, der sich im Tonstudio im Wahn verliert, illustriert effektvoll die Bedrohung des Einzelnen durch eine Umwelt, die er nicht begreift. Damit wird der ohne gängige Schockszenen auskommende Film zum Spiegel der bürgerlichen Gesellschaft.

Die scharf konturierte Reflexion des Alltags in der westlichen Welt hat sich in der ersten Hälfte des Festivals als wesentliches Thema herauskristallisiert. Dabei fällt auf, dass exzellente Schauspieler den Filmen eine starke Wirkung verleihen. Die deutschen Stars Alexandra Maria Lara und Sebastian Blomberg hatten mit der schweizer-deutschen Koproduktion «Nachtlärm» einen schönen Erfolg auf der Piazza Grande. Dorthin kommen allabendlich selbst bei Regen Tausende zu den Vorführungen von Filmen, die außerhalb des Wettbewerbs laufen.

Unter der Regie des Schweizers Christoph Schaub spielen Lara und Blomberg in dem originellen Roadmovie die von Angst getriebenen Eltern eines versehentlich entführten Babys. Ihre differenzierten Darstellungen geben dem Film eine große Intensität und lenken den Blick auf die der bizarren Geschichte innewohnende Auseinandersetzung mit einer Gesellschaft, die vor allem von materiellen Bedürfnissen geprägt wird. Nach der deutsch-australisch-englischen Koproduktion «Lore», die zu Festivalbeginn lief, landeten deutsche Filmkünstler damit einen zweiten runden Erfolg außerhalb des Wettbewerbs.

Gesprächsthema Nummer eins auf dem Festival ist bisher der in der Sektion «Woche der Kritik» gezeigte deutsche Dokumentarfilm «Vergiss mein nicht». Regisseur David Sieveking porträtiert darin mit äußerstem Feingefühl, in ausgewogener Balance von Nähe und Distanz, seine an Demenz erkrankte 73-jährige Mutter. Die Sensibilität, der Humor und die weit über den Einzelfall weisende Intensität machen den Film zu einem Ereignis und lassen auf eine Auszeichnung mit dem Preis für den besten Film der Sektion hoffen.

Aus dem weiteren Angebot ragt das im Piazza-Programm gezeigte französische Kammerspiel «Quelques Heures de Printemps» («Ein paar Stunden Frühling») heraus. Regisseur Stéphane Brizé («Mademoiselle Chambon») erzählt ein packendes Mutter-Sohn-Drama, das in eine facettenreiche Auseinandersetzung mit dem umstrittenen Thema Sterbehilfe mündet. Auch hier begeistern in Hélène Vincent und Vincent Lindon brillante Schauspieler in den Hauptrollen.

Insgesamt laufen bis zum Festival-Ende rund 300 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme. Zum Abschluss werden am Samstagabend (11. August) der Goldene Leopard und die anderen Preise während einer Gala auf der Piazza Grande von Locarno, dem malerischen Marktplatz des Touristenortes im Schweizer Kanton Tessin, verliehen.

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Heyho, Cowboy: The BossHoss mit neuer Single auf Tour - Westdeutsche Zeitung

Yieeha: The BossHoss. Foto: Eric Weiss Großbild dpa

Yieeha: The BossHoss. Foto: Eric Weiss

Berlin (dpa) - The BossHoss sind auf dem (vorläufigen) Zenit ihrer Popularität angekommen. In Zeiten sinkender CD-Verkäufe erhielten sie für ihr sechstes Album «Liberty Of Action» Platin, die Single «Don't Gimme That» war über die Grenzen Deutschlands hinaus ein Hit.

Hier wollen die Country-Rocker aus Berlin mit ihrer neuen Single «Live It Up» anknüpfen, eine Auskopplung aus ihrem Erfolgsalbum, die für die Veröffentlichung noch einmal ordentlich aufgepeppt wurde. Eine Gute-Laune-Nummer, die mit knackigen Bläsersätzen, Hip-Hop-Elementen und viel «Hey Ho» durch reichlich Schwung besticht.

Für gute Stimmung wollen The BossHoss auch auf ihrer «Summer Of Action Tour» sorgen, die die Großstadt-Cowboys auch in die Metal-Hauptstadt Wacken führt. Die Pferde sind gesattelt.

Tourneedaten: 03.08.12 Wacken - Wacken OpenAir, 04.08.12 Trier - Amphitheater, 05.08.12 Magdeburg - Rock im Stadtpark, 10.08.12 Schwetzingen - Schlossgarten, 11.08.12 Rothenburg oT - Taubertal Festival, 24.08.12 Köln - Tanzbrunnen, 25.08.12 Gelsenkirchen - Rock im Pott, 01.09.12 Dresden - Junge Garde, 08.09.12 Papenburg - NDR2 Papenburg Festival

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